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Donnerstag, 15. März 2007

Nachtstöberei

Unglaublich, was man so alles um halb zwei in der Nacht im Net finden kann. Zum beispiel diese Geschichte. Umfangreich, aber liest sich mühelos und 'immer-wieder' muss man erstaunt zugeben: hey, das ist der Schlüssel! Die Antwort auf manche unausgesprochenen Fragen...
Empfehlenswert. Nicht nur als Gute-Nacht-Geschichte.

Frösche weinen nie

Also wirklich, ich kann einiges ab... Die Spinnen, die behaarten mit dicken Beinen, haben an meiner Hand eine mittlerweile gute Strecke abgelegt. Die tiefgefrorenen, nackten Babymäuschen für meine Schlange kann ich ohne weiteren Ekel an ihren rosigen Schwänzchen packen und in die Mikrowelle reinstecken, 90 Sekunden lang bei 200 Watt auftauen, wieder an das Schwänzchen packen und der Snowi vor der Nase halten. Der Geruch war zwar anfänglich ein bisschen abstoßend, es wird schließlich eine Leiche aufgetaut, aber sogar da habe ich keinen Übergabedrang mehr. Die 25 Zentimeter großen, glitschigen Tausend- oder Wer-weiß-wieviel-füssler kann ich auch leiden, sei es sogar wegen der Entfernung (Danke, lieber Gott, dass ich nicht ein Bewohner der tropischen Urwälder Südamerikas sein dürfte!). Schaben, Maden und andere Regenwürmer - akzeptabel, so lange ich die nur fangen soll und nicht essen muss...
Aber bei einem Ding schüttelt mich doch. Frostnadel an meinem Nacken, Gänsehaut am ganzen Körper samt Zähne, Magen-Darm-Karussell... alle Jahre wieder. Im März, bzw. im April, immer bei der kleinsten Luftfeuchtigkeit wie der unschuldigste Nieselregen oder gar Nebel. Die kriechen aus dem Bach raus, getrieben von eingebildetem Naturverhalten zum Zweck der Fortpflanzung, hoppeln hartnäckig quer durch die Strassen meines schönen Dorfes und... Und erstarrt in der Verwunderung von zwei blendenden Lichter lassen sich zerplatzen...
"Go toward the light" in des Wortes voller Bedeutung. Die zerplatzten Frösche...
Wenn man auf die Massaker auf der Strasse guckt, ist einem schwül. Wenn man nicht guckt, die Möglichkeit, mit eigenen Sohlen darein zu platschen und die Eingeweide in die eigene Obhut zu transportieren ist äußerst groß. Es erstreckt sich auch die Vision, selber eins mit oben genannten Sohlen zu zerplatzen... Dann schon lieber hinschauen, wo man stolpert...

Dienstag, 13. März 2007

Chill out

Sommer, Sonne, Sonnenschein, und das alles kompakt im März, lese: im Winter. Sitze auf meinem Südbalkon und überlege, ob das nicht pervers ist, eine Sonnencreme rauszuholen und sich oben ohne (T-Shirt) im Winter bräunen zu lassen. Wenn es so weiter geht, haben wir im Juni 67 Grad im Plus im Schatten.

Habe gestern eine relativ lange Notiz bezüglich der schweineartigen Verhaltensweisen von manchen Männern zusammengetextet, bevor ich aber fertig war habe ich mir anders überlegt und das Getippte doch nicht online gestellt. Vielleicht mache ich es noch. Aber erstmal doch nicht, weil es ein pures Beweis dafür war, dass die Männer zwar Schweine sind - was ja allgemein bekannt ist, aber zugleich war dies auf solche raffinierte Weise bewiesen worden, dass auch eine weniger bekannte Tatsache bestätigte. Diese, dass die Frauen durch ihre Geschicklichkeit und getarntes Manipulieren umso mehr schweineartiges Verhalten aufweisen. Da manche Männer es noch nicht so richtig zu spüren bekommen haben, verschweige ich lieber (noch ein Weilchen) das Thema und lasse mich in meinen Cappuccino auf dem Südbalkon mit einem geheimnisvollen (und auch unschuldigen) Dackelblick vertiefen.

Chill out, Dienstag...

Freitag, 9. März 2007

immer wieder...

... fange ich vom Vorne an. Immer und wieder. Aber es ist nur die Täuschung, weil man mit 2,65 Dekaden auf dem Bückel nicht mehr anfangen kann. Es geht nicht, mit dem ganzen Gepäck von Erlebnissen, Erinnerungen, Erfahrungen.
Warum kämpft man eigentlich darum, die Vergangenheit zu löschen und gleichzeitig will man die Zukunft durchschauen? Vielleicht ist das die Hoffnung, die merkwürdigerweise noch lebt? Die naive Hoffnung, die uns glauben lässt, dass die Welt samt Einwohner eigentlich cool ist, nur manchmal bisschen zickig. Und wie die kleinen Don Kichots stürzen wir in den Kampf gegen die windmühlenartigen Zicken.
Naiv.
Naiv...

Rechtfertigung:
Dies ist nicht mein Tagebuch. Das steht auf meinem Regal bzw. unter meinem Kopfkissen. Ist absolut unvirtuell und jederzeit greifbar.
Dies ist nur mein Versuch, die Gedanken auf eine andere Art zu erfassen.
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